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Bier – schon immer Vertauenssache

Bereits im Mittelalter wurde in Bad Berka gutes Bier gebraut – und getrunken.
Bis 1833, dem Gründungsjahr des Brauvereins, brachten die Bürger Berkas ihre Gerste noch selbst zum hiesigen Braumeister, um mit ihm zusammen aus dem Getreide das leckere Gebräu herzustellen. Brauen durfte nur, wer seine Steuern gezahlt hatte, mündig, ‚bemittelt‘ und unbescholten war. Um Streit zu vermeiden, wurde die Reihenfolge der Brauenden bereits zu Jahresbeginn durch Los bestimmt.

… und Geschmackssache

Von 1833 bis 1906 braute der Berkaer Brauverein im Brauhaus das Bier: Die Bürger tauschten ihre Gerste gegen einen Gutschein und diesen im Brauhaus gegen Jungbier oder im Felsenkeller gegen Lagerbier. Der beim Brauen entstandene Treber wurde an die Bürger verkauft und wurde Bestandteil herzhafter Brote.

Nicht mehr Jedermanns Sache …

Als sich 1906 kein Pächter mehr für das Brauhaus fand, weil man im Ort zunehmend fremdes Bier trank, löste sich der Brauverein auf und verkaufte seinen Besitz. Das Brauhaus erwarb der Kaufmann Anton Heinze, der dort zunächst ein Salzlager, später ein Materiallager einrichtete. Im Gebäude des Brauhauses wurden Gurken und Sauerkraut hergestellt; nach 1945 diente es als Erfassungsstelle für Obst und Gemüse, ab 1960 schließlich als Wohnhaus.

… und heute Familiensache

Seit 1992 kennt man das Alte Brauhaus im idyllischen Bad Berkaer „Klein Venedig“ als beliebte Gaststätte der Familie Montag. Mit viel Einsatz, Herzblut und Ideen betreiben wir Restaurant, Gaststube und Biergarten an sieben Tagen in der Woche. Unser Bier ist wird zwar nicht mehr im Hause selbst, aber im Buchfahrter Sudhaus exklusiv für uns gebraut – mit derselben Sorgfalt und Liebe, die einst die Berkaer Bürger an den Tag legten, als es noch um die Fässchen in ihren eigenen Kellern ging…